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Nr. 02 / 2015Streik an Jüdischen Schulen

13.01.2015

Bereits zum dritten Mal haben heute die Lehrkräfte des Jüdischen Gymnasiums und der Heinz-Galinski-Schule gestreikt. Mehr als die Hälfte der dort beschäftigten Lehrkräfte haben sich an dem Warnstreik beteiligt. Sie wollen damit den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Dr. Gideon Joffe, zu Tarifverhandlungen über die Einkommens- und Arbeitsbedingungen bewegen. Dieser ignoriert seit einem Jahr jede telefonische und schriftliche Einladung zu Gesprächen. Die Lehrkräfte fordern eine Bezahlung analog den Regelungen für Tarifbeschäftigte des Landes Berlin und einen Tarifvertrag, der den besonderen Bedingungen in der Jüdischen Gemeinde Rechnung trägt.

Nach dem ersten Streik 2014 hat der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde durch die Zahlung einer als „freiwillige Leistungen“ deklarierte Zulage versucht, die Gemüter zu beruhigen.

Weder ist die Höhe dieser Zulagen nachvollziehbar, noch erhalten alle die Zulage in gleicher Höhe. Es gibt weiterhin Lehrkräfte denen ohne Begründung nach zwölf Jahren Gehaltsstillstand nur eine Zulage von 3 % gezahlt wird.

Udo Mertens, Leiter im Vorstandsbereich Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik: „Die Bezahlung der Lehrkräfte an den Jüdischen Schulen ist intransparent und von Willkür geprägt. Seit dem ersten Warnstreik am 20. Januar 2014 erhalten einige Kolleginnen und Kollegen Zulagen, andere nicht. Selbst diese Beschäftigten sind noch immer schlechter bezahlt als vergleichbare Lehrkräfte im Land Berlin. Wir fordern verlässliche und rechtssichere Regelungen für alle Beschäftigten in einem Tarifvertrag.“

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