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Nr. 4/2020Streik beim HVD Berlin-Brandenburg

05.03.2020

Die GEW BERLIN ruft die Beschäftigten beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg für den 11. März 2020 zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Mit dem Warnstreik will die GEW gemeinsam mit ver.di die Wiederinkraftsetzung des TV HVD-BB zum 1. Januar 2020 ohne zeitliche Befristung durchsetzen. Außerdem fordern die Gewerkschaften eine Erhöhung der tariflichen Tabellenentgeltbeträge für den HVD Berlin-Brandenburg rückwirkend zum 1. Januar 2020 um 6 Prozent und zeitnahe Verhandlungen, um die Struktur der Entgelttabellen des TV HVD-BB an die Struktur der Entgelttabellen des TV-L anzupassen und einen Stufenplan zur Angleichung der Tabellenentgeltbeträge für den HVD an die des TV-L zu vereinbaren.

Seit 2017 verhandeln GEW und ver.di mit den Arbeitgebern über einen neuen Tarifvertrag. Nach unzähligen Verschiebungen hat der HVD im Oktober 2019 seine Vorstellungen zur Eingruppierung und zu neuen Entgelttabellen vorgelegt. „Die Annahme der Arbeitgebervorschläge würde dazu führen, dass beim HVD sieben unterschiedliche Tabellen gelten, dass es höchst intransparente Eingruppierungsmerkmale gäbe, dass eine Reihe von Kolleg*innen weniger als bisher verdienen würden und dass Beschäftigte nicht entsprechend ihrer Ausbildung und der Tätigkeit, zum Beispiel als Sozialpädagog*in, sondern nach Zuordnung zu einem Bereich bezahlt würden“, erklärte der Verhandlungsführer der GEW BERLIN, Udo Mertens.

Es ist genügend Zeit verstrichen und eine Einigung ist nicht in Sicht! Ohne, dass wir gemeinsam den Druck erhöhen, wird sich an der Bezahlung und dem Tarifvertrag nichts zum Besseren ändern!“, stellte Mertens fest. „Es ist den Beschäftigten beim HVD nicht zu vermitteln, warum sie deutlich schlechter als ihre Kolleg*innen im öffentlichen Dienst bezahlt werden“, so der Tarifexperte.

Die Streikenden treffen sich zur Kundgebung am 11. März um 9.30 Uhr vor dem Haus in der Wallstraße 61-65, 10179 Berlin. Vorher finden in den einzelnen Einrichtungen dezentrale Streikaktionen statt.

Vertreter*innen der Presse sind herzlich eingeladen, an der Kundgebung teilzunehmen.

Ansprechpartner für Rückfragen: Udo Mertens, 0151-15134654

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