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Nr. 43 / 2013Tag 2 im Warnstreik der angestellten Lehrkräfte

22.08.2013

 Nachdem sich am Mittwoch 3000 angestellte Lehrkräfte am Streik beteiligt haben, konnte die GEW BERLIN heute erneut 1000 Fahrradfahrer und 2000 Fußgänger für den Arbeitskampf mobilisieren.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Die Hoffnung des Senats, die Kampfbereitschaft der angestellten Lehrerinnen und Lehrer würde nach den Sommerferien nachlassen, hat sich eindeutig nicht erfüllt. Der Finanzsenator darf sich nicht weiter hinter der Tarifgemeinschaft der Länder verstecken und sollte den Mut haben, endlich mit uns in Verhandlungen zu treten. Das Arbeitsgericht hat am 22. April 2013 dem Finanzsenator genau diese Aufgabe zugewiesen. Für den Fall, dass sich Herr Nußbaum weiterhin weigert mit uns über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte und alternsgerechte Arbeitsbedingungen zu verhandeln, haben wir bereits weitere Streikmaßnahmen geplant.“

Die Streikenden trafen sich um 10:00 Uhr vor der Berliner CDU-Zentrale am U-Bahnhof Wittenbergplatz und zogen dann zur Bundesgeschäftsstelle der SPD. Den Landesvorsitzenden der Regierungsparteien Jan Stöß (SPD) und Frank Henkel (CDU) übergab eine Delegation Briefe mit den Tarifforderungen.

Vor dem Willy Brandt-Haus sprach Marlis Tepe, die neugewählte Bundesvorsitzende der GEW.

Marlis Tepe, Bundesvorsitzende der GEW: „Schule braucht gut ausgebildete und gut bezahlte Lehrerinnen und Lehrer. Es ist ein gesellschaftspolitischer Skandal, dass der Berliner Senat den angestellten Lehrkräften einen Tarifvertrag verweigert, der die Höhe ihres Einkommens regelt - eine Selbstverständlichkeit für alle anderen Beschäftigtengruppen im öffentlichen Dienst. Die Bezahlung der Lehrkräfte nach Gutsherrenart ist ein Relikt aus vordemokratischen Zeiten. Der Senat als Vertretung des Volkes sollte ein hohes Interesse daran haben, diesen Zustand endlich zu beenden. Die GEW ist zu Verhandlungen bereit. Gute Arbeit und gute Bildung sind zwei Seiten einer Medaille.“

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