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Nr. 06 / 2018Tarifkonflikt nicht unnötig eskalieren lassen

02.02.2018

Am fünften Warnstreiktag innerhalb von nur drei Wochen haben heute erneut viele studentische Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Bei einer zentralen Streikversammlung mit mehr als 450 Teil-nehmenden kritisierten die Studierenden die Blockadehaltung der Hochschulen und forderten ein deutlich verbessertes Angebot. Mit dem Warnstreik wollen die Gewerkschaften GEW und ver.di eine Erhöhung des Stundenlohns auf 14 Euro und eine dynamischen Anpassung des Lohns der studentischen Mitarbeiter*innen an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst durchsetzen.

„Wir lassen uns nicht weiter von der Lohnentwicklung abkoppeln“, heißt es in einer Resolution der Streikversammlung. Die studentischen Beschäftigten dringen darin auf die Einhaltung der Hochschulverträge, die eine regelmäßige Lohnentwicklung für studentische Beschäftigte vorsehen.

„Wir lassen nicht zu, dass der Reallohnverlust der letzten 17 Jahre unter den Teppich gekehrt wird! Wir wollen nicht länger als billige Konkurrenz für andere Tarifbeschäftigte benutzt werden!“, heißt es in der Resolution der Streikversammlung weiter.

Die studentischen Beschäftigten zeigten sich entschlossen, ihren Arbeitskampf wenn nötig auch bis ins Sommersemester fortzusetzen. „Die Forderungen der Studierenden sind zu 100 Prozent berechtigt. Das Geld ist da. Es ist jetzt an den Arbeitgebern, diesen Konflikt nicht unnötig eskalieren zu lassen“, appellierte der Vorsitzende der GEW BERLIN, Tom Erdmann.