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Nr. 10 / 2016Teske-Schule: GEW BERLIN fordert Runden Tisch

23.02.2016

In den letzten Tagen häufen sich die Meldungen, dass aus dem ehemaligen Schulgebäude der Teske-Schule in Tempelhof eine Schule für Kinder aus geflüchteten Familien entstehen soll. Zurzeit ist in dem Gebäude eine Notunterkunft für Geflüchtete.

„Die GEW BERLIN hat sich immer für die schnelle Integration der Kinder und Jugendlichen in den Schulalltag eingesetzt. Diese sollte in Sprachlerngruppen in Regelschulen möglich sein. Die Entscheidung für einen Schulstandort ausschließlich für geflüchtete Kinder und Jugendliche darf nicht übereilt getroffen werden. Zahlreiche Familien und Kinder haben in der Teske-Schule gerade erst einen sicheren Ort gefunden. Eine übereilte Räumung verunsichert die Menschen weiter“, mahnte Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Es scheint so, als ob das Bezirksamt hier Fakten schafft. Wir erklären uns solidarisch mit dem Bündnis ‚Schöneberg hilft‘. Übereiltes Handeln führt selten zum Erfolg. Für eine Schule fehlt ein solides Konzept. Der örtliche Personalrat ist über die aktuellen Entwicklungen nicht informiert. Wir raten dem Bezirk, einen Runden Tisch einzuberufen, damit wichtige Fragen geklärt und gemeinsame Perspektiven mit allen Aktiven vor Ort entwickelt werden können.“

Auch für die Landespolitik schlägt die GEW BERLIN einen Runden Tisch mit allen Beteiligten vor. Dieser ist längst überfällig. Es braucht ein Landeskonzept, wie die Unterbringung, Integration und der Zugang zu Bildungseinrichtungen – von der Kita bis zur Hochschule – gelingen kann. Nur durch gemeinsames Handeln kann sichergestellt werden, dass die Familien in unserer Stadt ankommen. Die GEW BERLIN will sich hierbei aktiv einbringen.

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