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Nr. 08 / 2018Undemokratische Blockadehaltung der Hochschulen

14.02.2018

Die GEW BERLIN und ver.di rufen in der letzten Woche der Vorlesungszeit die studentischen Beschäftigten an den Berliner Hochschulen erneut zum Warnstreik auf. Heute, am ersten von drei Streiktagen, bilden vielfältige Aktionen auf dem FU-Campus den Schwerpunkt des Warnstreiks. Ab 14 Uhr findet eine Demo von der Rost-/Silberlaube zum Henry-Ford-Bau statt. Morgen und übermorgen werden die Streiks mit Aktionen im Rahmen der TVStud-Streik-Tour an der HU in Adlershof und Mitte fortgesetzt.

Mit den Warnstreiktagen sechs, sieben und acht in diesem Jahr wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen. Ein Stundenlohn von 14 Euro und die dynamische Anpassung des Lohns an die Lohnentwicklung aller anderen Beschäftigten der Hochschulen sind das erklärte Ziel.

Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN erklärte dazu: „Die Forderungen der Studierenden sind absolut berechtigt. Nach 17 Jahren Lohnverzicht wird das von allen Seiten anerkannt. Umso skandalöser ist es, dass die Hochschulleitungen die Studierenden einfach ignorieren und bis heute kein neues Verhandlungsangebot vorgelegt haben. Mit dieser undemokratischen Blockadehaltung tragen sie zur Eskalation des Konfliktes bei.“

Die Bestreikung der Prüfungen an den Hochschulen ist auf die Verweigerung der Arbeitgeber zurückzuführen. „Es liegt in der Verantwortung der Hochschulen, den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfungen trotz Warnstreiks zu gewährleisten. Jeden Versuch, die studentischen Beschäftigten für Beeinträchtigungen verantwortlich zu machen oder sie einzuschüchtern, weisen wir scharf zurück“, betonte Erdmann.