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Nr. 27 / 2013„Wir wollen keine Häppchen, wir wollen mehr Gehalt!“ GdP und GEW erteilen Einladung des Regierenden Bürgermeisters Absage

29.04.2013

Die Berliner Landesverbände der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werden der Einladung des Regierenden Bürgermeisters zum diesjährigen Mai-Empfang am 30. April nicht folgen. Begleitet von einer Delegation werden Michael Purper, Berlin-Chef der GdP, und Berlins GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik, Klaus Wowereit am morgigen Dienstag die Einladungskarten zurückgeben.

„Wir lassen uns nicht mit Häppchen abspeisen, wir wollen endlich mehr Gehalt!“, brachte Purper die gemeinsame Aktion mit der GEW auf den Punkt. „Eine Teilnahme würde bedeuten, lächelnd die Ungerechtigkeit des Landesvaters und seines Senats hinzunehmen. Gute Arbeit verdient auch gutes Geld! Die Besoldung der Beamtinnen und Beamten muss an das Bundesniveau angepasst werden. Das muss er endlich kapieren!“

Ziel der GEW ist es, den Senat mit der Maßnahme an den Verhandlungstisch zurückzurufen. Dort sollen laut GEW die Tarifverhandlungen für die angestellten Lehrer wieder aufgenommen werden. Nach Vorstellung beider Gewerkschaften soll der Senat zudem das im März 2013 von den Angestellten des Öffentlichen Dienstes erkämpftem Tarifergebnis auf die Beamten übertragen.

GdP-Landeschef Michael Purper machte deutlich, dass die Gewerkschaften immer zu Gesprächen bereit seien: „Deshalb werden wir das Vorab-Gespräch, zu dem Klaus Wowereit vor dem Empfang einlädt, auch wahrnehmen. Es gilt, jede Chance zu nutzen, um auf die Situation – und die damit verbundene miserable Stimmung – der Kolleginnen und Kollegen aufmerksam zu machen. Seinem Fest kehren wir jedoch den Rücken.“

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Wir werden keine gute Miene zum bösen Spiel des Senats machen. Unseren Mitgliedern wäre es nicht vermittelbar, wenn wir uns auf Wowereits Party amüsierten, er sich aber gleichzeitig Tarifverhandlungen verweigert.“

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