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Nr. 25 / 2014Fünfter und sechster Streiktag bei aktion weitblick

07.08.2014

Am mittlerweile fünften, diesmal zweitägigen Streik bei aktion weitblick, beteiligten sich 45 von 58 GEW-Mitglieder. Ihre Gehälter sind seit Jahren nicht erhöht worden. Seit Jahren stagniert die Gehaltsentwicklung bei den 120 Beschäftigten von aktion weitblick. Zwei vierstündige und zwei ganztägige Warnstreiks haben die Geschäftsführung bisher nicht dazu bewegt, mit der GEW BERLIN in Tarifverhandlungen zu treten, um das Lohnniveau zu verbessern. Dieses liegt weit unter dem des öffentlichen Dienstes. Zum Auftakt der zwei Streiktage fuhren die Beschäftigten in einem Fahrradkorso von der Geschäftsstelle von aktion weitblick in der Markelstraße zum Hermann-Ehlers-Platz am Rathaus Steglitz, wo es eine Streikkundgebung gab. Heute am zweiten Warnstreiktag machten die Beschäftigten bei einem Streikpicknick auf dem Tempelhofer Feld auf ihre Situation aufmerksam.

In der Zwischenzeit hat die Geschäftsführung dem Betriebsrat einen Entwurf zu einer Betriebsvereinbarung über ein Entgeltsystem vorgelegt. Betriebsräte können aber nicht über die Höhe von Gehältern mitbestimmen. Die GEW und der Betriebsrat fordern, dass die Geschäftsführung stattdessen mit der Gewerkschaft die entsprechenden Verhandlungen führt.

Andreas Kraft, Leiter des Vorstandsbereich Kinder-, Jugendhilfe und Sozialarbeit der GEW BERLIN: „Seit mittlerweile weit über einem Jahr weigern sich die Geschäftsführung und der Vorstand von aktion weitblick beharrlich, mit der GEW BERLIN im Interesse der Beschäftigen in Verhandlungen über einen Tarifvertrag zu treten. Es ist schon bizarr, dass einige Vorstandsmitglieder bei aktion weitblick selber Geschäftsführer in einem anderen sozialen Unternehmen sind und gerade selber einen Haustarifvertrag auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes abgeschlossen haben. Bei aktion weitblick sorgen sie stattdessen dafür, dass es bisher zu keinen Verhandlungen gekommen ist.

Die Beschäftigten verdienen Anerkennung und Wertschätzung ihrer schwierigen Tätigkeit. Dazu zählt auch eine Bezahlung auf dem Niveau der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Wir fordern deshalb die Geschäftsführung von aktion weitblick auf, endlich ihre Verweigerungshaltung aufzugeben. Sie muss im Interesse ihrer Beschäftigten und nicht zuletzt ihres Unternehmens mit der GEW BERLIN in Tarifverhandlungen eintreten.“