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Nr. 17 / 2016GEW BERLIN sieht Erfolg der Gemeinschaftsschulen erwiesen und fordert politische Konsequenzen

08.04.2016

Nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts zur Pilotphase fordert die GEW BERLIN die Gemeinschaftsschulen deutlich zu stärken. „Die wissenschaftliche Studie hat es gezeigt: Den Berliner Gemeinschaftsschulen gelingt es deutlich besser als anderen Schularten, den Gedanken der Inklusion pädagogische Realität werden zu lassen“, sagte Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN. „Alle Schülerinnen und Schüler haben teilweise deutlich höhere Lernzuwächse als die in vergleichbaren Hamburger Schulen und zwar unabhängig von sozialer Herkunft oder Förderbedarf. Das zeigt, dass Inklusion keineswegs ein Nachteil für Kinder und Jugendliche ohne Förderbedarf darstellt.“

Erdmann betonte die Stärken der Gemeinschaftsschulen gerade auch im Zusammenhang mit der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen: „Die Kinder und Jugendlichen kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule. Durch ihre erfolgreichen inklusiven Konzepte gelingt es den Gemeinschaftsschulen häufig viel besser als anderen Schulformen, auf die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler einzugehen und Übergänge zu gestalten.“

Positiv hob Erdmann ebenso hervor, dass die neuste Teilstudie schwerpunktmäßig untersuchte, wie Unterrichtsmethoden auf den Lernerfolg von Schüler*innen wirken: „Die Ergebnisse sind auch für die Schulen wichtig, die noch keine Gemeinschaftsschulen sind, sich aber pädagogisch weiterentwickeln wollen.“

Der GEW-Vorsitzende forderte nun politische Konsequenzen: „Vor dem Hintergrund der positiven Ergebnisse sollte das längere gemeinsame Lernen in der nächsten Legislaturperiode ein bildungs-politischer Schwerpunkt sein. Es reicht nicht, die Pilotphase einfach zu verlängern. Der rechtliche Schwebezustand muss beendet werden. Die GEW BERLIN fordert seit Langem, dass die Gemeinschaftsschule als eigenständige Schulform ins Berliner Schulgesetz aufgenommen wird. Bestehende Schulen sollten zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickelt und neue Schulstandorte generell als Gemeinschaftsschulen eröffnet werden.“

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