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Nr. 09 / 2014Tarifverhandlungen mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg (HVD BB) vor dem Scheitern?

28.03.2014

Seit Beginn des Jahres verhandeln die GEW und ver.di mit dem Vorstand über Entgelterhöhungen und die Jahresprämie (Weihnachtsgeld) für die Beschäftigten beim HVD BB. Die Gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung um 6,77 %, da das Entgeltniveau der Beschäftigten des Verbandes deutlich unter dem des Landes Berlin und dem der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz liegt. Mit einer Erhöhung um 6,77 % würden Erhöhungen lediglich in dem Umfang nachvollzogen, wie sie Beschäftigte des Landes Berlin in den Jahren 2013 und 2014 erhalten haben.

Nachdem der HVD-Vorstand am 13. Februar 2014 eine Gehaltserhöhung um 1,55 % angeboten hatte, liegt nun das Angebot einer Steigerung um 1,85 % auf dem Tisch, bei gleichzeitiger Verringerung der Jahresprämie für einen Teil der Beschäftigten. Darüber hinaus bot der Arbeitgeber geringfügige Verbesserungen in einigen Detailregelungen des bestehenden Tarifvertrages an.

Die gemeinsame Tarifkommission von GEW und ver.di hat das Arbeitgeberangebot in ihrer Sitzung am 20. März 2014 einstimmig abgelehnt. Den Kolleginnen und Kollegen ist die Tariferhöhung zu gering, insbesondere weil sich allein im Kitabereich die Gehälter des Landes Berlin für 2014 gegenüber 2012 um mehr als 7 % erhöht haben.

Am 31. März 2014 sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. Am selben Tag rufen die Gewerk-schaften ihre Mitglieder auf, zunächst mit einer Kundgebung außerhalb der Arbeitszeit um 16.00 Uhr am Märkischen Ufer 34, 10179 Berlin, für eine angemessene Tariferhöhung zu demonstrieren.

Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereiches Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW BERLIN: „Wir erwarten von einem Verband, der in der sozialen Arbeit aktiv ist und nach außen für humanistische Ideale eintritt, dass er seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein angemessenes Gehalt zahlt und dass der Vorstand endlich ein annehmbares Tarifangebot unterbreitet.“