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Nr. 21 / 2014Warnstreik bei strömendem Regen - 35 der 70 Lehrkräfte am Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn und an der Heinz-Galinski-Schule sind beteiligt

25.06.2014

Seit Oktober 2013 hat die GEW BERLIN im Auftrag ihrer Mitglieder dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Dr. Gideon Joffe, mehrere Termine vorgeschlagen, um Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die Lehrkräfte am Jüdischen Gymnasium und an der Heinz-Galinski-Schule aufzunehmen. Die entsprechenden Schreiben vom 18. Oktober 2013, vom 19. Dezember 2013, vom 23. Januar 2014 und vom 08. März 2014 wurden von der Jüdischen Gemeinde nicht beantwortet. Auch ein Telefonat wurde verweigert.

Zwar kam es nach dem Warnstreik am Jüdischen Gymnasium zu einer Reaktion des Arbeitgebers: Eine Auszahlung von Zulagen an die Beschäftigten der Jüdischen Gemeinde. Außerdem erklärte Joffe gegenüber den Beschäftigten, dass nun der „Tarifstand 2013“ erreicht sei. Allerdings wurden Regelungen, die für Beschäftigte des Landes gelten, wie die Besitzstandszulagen für Kinder und andere Regelungen, nicht nachvollzogen. Außerdem gibt es Lehrkräfte, denen ohne weitere Erläuterungen nach zwölf Jahren Gehaltsstillstand nur eine Erhöhung von drei Prozent gezahlt wurde.

Deshalb haben die Lehrkräfte beschlossen, ihre Forderung nach tarifvertraglicher Regelung ihrer Arbeits- und Einkommensbedingungen aufrechtzuerhalten. Sie verlangen eine vergleichbare Bezahlung wie die Berliner Tarifbeschäftigten. Soweit es aufgrund der besonderen Bedingungen in der Jüdischen Gemeinde nicht möglich ist die Regelungen des Landes Berlin anzuwenden, müssen besondere Vereinbarungen getroffen werden.

Udo Mertens, Vorstandsbereichsleiter Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW BERLIN: „Wegen der Verweigerungshaltung der Jüdischen Gemeinde sehen die Beschäftigten leider keine andere Möglichkeit, Herrn Dr. Joffe ihre Forderungen am 25. Juni 2014 gemeinsam zu überbringen. Wir hoffen, damit den Vorstand zu überzeugen, dass die Aufnahme von Tarifverhandlungen auch in seinem Interesse liegen sollte. Es geht aber nicht ums Geld, sondern vor allem auch um Verlässlichkeit und Rechtssicherheit, die nur ein Tarifvertrag geben kann.“