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Der GEW-Referendariatstag am 11. Oktober 2018

Der GEW-Referendariatstag findet statt am
Donnerstag, 11. Oktober 2018 im GEW-Haus.

Er bietet euch die Möglichkeit, abseits vom Alltag in Seminaren und Schulen gemeinsam über den Tellerrand zu schauen, Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu entwickeln und Anregungen für die Ausbildung und den Beruf mitzunehmen.

Um eigene Freiräume und die Gestaltung der Ausbildung geht es u. a. in den Arbeitsgruppen zum Auftritt als Pädagog*in, zu Unterrichtsbesuchen, zum Referendariat mit Kind und zur kollegialen Fallberatung.

Darüber hinaus greifen wir aktuelle Probleme des Schulalltags auf: Medienbildung, Classroom Management, Radikalisierung und Schule sowie Sexualpädagogik.

Kolleg*innen des Personalrats der Lehramtsanwärter*innen und Vertreter*innen der Senatsverwaltung stehen euch für persönliche Gespräche und Beratungen zur Verfügung.

Nach den heißen Diskussionen könnt ihr euch bei einem Glas Sekt oder Selters abkühlen und so den Tag ausklingen lassen.

Wir hoffen, euer Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf eure Teilnahme.

Eure GEW BERLIN


Die Senatsbildungsverwaltung hat für alle Teilnehmer*innen Dienstbefreiung von ihrer Ausbildungsverpflichtung in den Seminaren gewährt. Eine Freistellung vom selbstständigen Unterricht erfolgt durch die Schulleiter*innen, sofern die Vertretung sichergestellt ist. Bitte sprecht mit euren Schulleiter*innen.

Kosten

für GEW-Mitglieder keine; für Nichtmitglieder 20 € Teilnahmebeitrag – zu bezahlen am 11.10. vor Ort (Wer spätestens am 11.10. GEW-Mitglied wird, muss keinen Beitrag entrichten.)

Anmeldungen

Der GEW-Referenariatstag ist leider vollkommen ausgebucht. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Kinderbetreuung:

Für die Teilnehmer*innen bezuschusst die GEW BERLIN Kinderbetreuungskosten für Kinder bis zu 14 Jahren mit 10 Euro die Stunde. Kinderbetreuungskosten werden nicht erstattet an Erziehungsberechtigte, Familienangehörige und Lebenspartner*innen.

Antragsformular hier: https://www.gew-berlin.de/14559.php


Programm

ab 9:00 Uhr: Einlass

9:30 Uhr: Begrüßung durch Alexander Reich
(Leiter des Vorstandsbereichs Hochschulen und Lehrer*innenbildung der GEW BERLIN)
sowie Yamina Ifli und Jörg Textor
(Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie)

10:00 bis 11:00 Uhr: Individuelle Sprechstunde der Senatsverwaltung
(parallel zu den Arbeitsgruppen bei persönlichem Beratungsbedarf)

10:00 bis 12:00 Uhr: parallele Arbeitsgruppen

  • AG 1: Mein Auftritt als Pädagogin und Pädagoge – Präsenztraining
    mit Maryam El-Ghussein (Regisseurin, Schauspielerin, Theaterpädagogin; TheaterProjektAgentur Berlin)
    Körpersprache, Haltungen und Ausdruck stehen immer in Wechselwirkung mit unserer Umwelt. Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen wird maßgeblich durch den Auftritt der Pädagogin bzw. des Pädagogen bestimmt. Welche Möglichkeiten des Ausdrucks haben wir, um uns zu vertreten und um „richtig“ wahrgenommen zu werden?
    Die eigene Wirkung bewusst zu verändern und einzusetzen ist Ziel des Seminars. Mit theaterpädagogischen Ansätzen werden Präsenz, Artikulation, Körpersprache - der ganzheitliche Auftritt der Pädagogin / des Pädagogen gestärkt. Systematisch werden so Methoden erlernt, die den Umgang mit Kindern und Jugendlichen erleichtern und ein Lernen und Arbeiten auf Augenhöhe zum Ziel haben. Durch schauspielerische Techniken wird spielerisch die eigene Präsenz gestärkt sowie Körpersprache, Wahrnehmung und Selbsteinschätzung trainiert.
  • AG 2: Unterrichtsentwürfe und Unterrichtsbesuche – Albtraum oder Ausbildungsinstrument?
    mit Christine Sauerbaum-Thieme (Seminarleiterin a.D.) und Roland Willareth (Fachseminarleiter a.D.)
    Lehrproben stellen einen wesentlichen Bestandteil der Ausbildung im Referendariat dar. Unterrichtsentwürfe sind ein herausragendes Mittel für die Vorbereitung von Unterricht und ebenso ein wichtiges Instrument für die Beratung durch die Ausbilder*innen bei Unterrichtsbesuchen. Der Ablauf einer Unterrichtsstunde, die Schüler*innen erfolgreiches Lernen ermöglichen soll, erfordert vielfältige komplexe Entscheidungen. Der Entwurf berücksichtigt nachprüfbar alle relevanten Aspekte. Der Workshop wird an Beispielen herausarbeiten, wie man Entwürfe und Unterrichtsbesuche für sich gewinnbringend nutzen kann.
  • AG 3 (nur bis 11.30 Uhr):Medienbildung durch Medienwechsel
    mit Sebastian Schädler (Professor für Medienpädagogik der Ev. Hochschule Berlin und AG Medienbildung der GEW BERLN)
    Medienbildung ist im neuen Rahmenlehrplan als Kulturtechnik den klassischen Grundlagen Lesen / Schreiben / Rechnen als gleichwertig beschrieben.
    „Medien“ sollen zwar nach wie vor alle Medien sein, ein Schwerpunkt liegt aber auf den digitalen. In der Praxis dominieren hier oft technische Probleme und vor diesem Hintergrund meist die Frage nach dem „Mehrwert“: „Brauche ich das wirklich, um guten Unterricht zu machen?“Digitale Medien sind jedoch keine „Investition“, die einen „Mehrwert“ oder automatisch „besseres“ Lernen generiert. Es geht darum, die Vielfalt digitaler Medien in die bereits vorhandene Vielfalt des Unterrichtshandelns zu integrieren, um
    - der Heterogenität der SuS gerecht zu werden (Inklusion),
    - der durch digitale Techniken geprägten Lebensrealität zu entsprechen,
    - den Spaß am Lernen durch eine erweiterte Vielfalt der möglichen Lehr- und Lernwege zu vergrößern.
    Die AG will keine „Apps“ vorführen, sondern mögliche Wege vermitteln, die zum digital erweiterten Unterrichtshandeln führen können. Die These ist: es kommt nicht so sehr darauf an, „neue“ Techniken zu lernen, als darauf, die eigene, schon vorhandene Medienwechselkompetenz auf „neue Medien“ auszudehnen.
  • AG 4: Mit Kind im Referendariat – wie geht das?
    mit Sigrun Döring (Gesamtfrauenvertreterin) und Niels Klabunde (ehemaliges Mitglied des Personalrats der LAA)
    Die Anforderungen des Referendariats sind ohnehin schon hoch. Wer Kinder hat, muss seine kostbare Zeit noch besser einteilen. Gute Unterstützungssysteme sind notwendig. Diese Arbeitsgruppe soll euch darin bestärken, dass das Referendariat auch mit und sogar wegen der Kinder gut bewältigt werden kann. Wir berichten über das Landesgleichstellungsgesetz und die Frauenförderpläne in den Regionen, die zahlreiche rechtliche Hinweise zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben. Tauscht eure Erfahrungen aus, vernetzt euch und stellt viele Fragen.
  • AG 5:Sexismus – ein Thema in der Schule?
    mit Stefan Müller und Thomas Wilke (Sexualpädagogen)
    Seit den Wahlkampf-Äußerungen von Donald Trump und der #MeToo-Debatte ist die Diskussion um Sexismus wieder allgegenwärtig. Doch ist Sexismus kein neues Phänomen, ganz im Gegenteil.
    Wir wollen uns im Workshop ansehen, was genau Sexismus ist, woher er kommt und wo er im Alltag zu finden ist. Der Workshop wird zudem ein Forum bieten, um über Sexismus und Strategien im Umgang damit im Rahmen von Schule zu diskutieren.

    12:00 bis 13:00 Uhr: Mittagspause

    13:00 bis 15:00 Uhr: parallele Arbeitsgruppen

    • AG 6: Zu Stimme kommen – bei Stimme bleiben
      mit Margarete Seyd (Dipl.Päd., Atem-, Sprech-,Stimmlehrerin; Studio stimmart)
      In dieser AG stehen praktische Übungen im Vordergrund. Themen sind:
      - Wie kann ich meine Stimme konkret beeinflussen, Kraft aufbauen und gehört werden?
      - Wie verankere ich die Stimme im Körper, so dass meine Kehle entlastet wird?
      - Wie erweitere ich die Resonanz meiner Stimme, um mühelos große Räume zu füllen?
      - Wie kann ich meine Stimme „aufwärmen“, regenerieren und gesund erhalten?
      - Tipps und Tricks für besonders herausfordernde Situationen.
    • AG 7: Schulpsychologische und inklusionspädagogische Beratung
      mit Christiane Deparade und Ines Dobat (Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum Neukölln)
      Am Beispiel der Arbeit des Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentrums (SIBUZ) Neukölln wollen wir in der AG diskutieren:
      Welche Aufgaben hat das SIBUZ und wie ist es strukturiert?
      Mit welchen Fragen und Problemen kann ich mich als Lehrer*in an das SIBUZ wenden?
      Welche Unterstützung kann das SIBUZ leisten? Hier werden Fallbeispiele aus der Praxis einbezogen.
    • AG 8: Extrem?! Radikalisierung und Schule
      mit Gönül Kaya (Referentin bei Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage)
      Wer an Schule arbeitet, muss erwarten, dort auch mit Radikalisierung konfrontiert zu werden – sei es aus rechtsextremer, islamistischer, verschwörungstheoretischer oder antisemitischer Richtung. Wie können wir im Schulalltag damit umgehen? Was macht Schüler*innen anfällig für Radikalisierung? Und wie können wir die Resilienz der Kinder und Jugendlichen stärken? Diesen Fragen werden wir uns gemeinsam widmen.
    • AG 9: Kollegiale Fallberatung
      - entfällt -
    • AG 10: Classroom Management – der Raum als Werkzeug
      mit Thorsten Pfeiffer (Lehrer, Systemischer Coach, Schulentwicklungsberater)
      Stellen Sie sich vor, Sie sind ein junger Labrador (unisex), der heute in dieser AG ausgebildet wird, um die professionellste „Konflikt-Erkennungs-Nase“ von Berlin zu werden.
      Gemeinsam begeben Sie sich mit Ihrem Trainer in virtuellen Klassenräumen auf die Suche.
      Sie nehmen Witterung auf, folgen der Spur, stellen den Konflikt an seinem Entstehungsort und schlagen Alarm!
      Ohne Leine. Ohne Halsband. Nur in diesem Freilauf-Schulgehege!
      Und was passiert, wenn der Trainer den Klassenraum umdreht?

    anschließend: Smalltalk bei Sekt und Selters

    Plakat zum Download
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    Programm zum Download
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