GEW - Berlin
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Bewertung des Verhandlungsergebnisses

Wir sehen Licht und Schatten in diesem Verhandlungsergebnis: Die prozentuale Erhöhung von zunächst 2 %, mindestens aber 75 Euro, rückwirkend zum 1. Januar und 2,35 % im nächsten Jahr ist in Ordnung und im Bereich dessen, was wir erwartet haben. Sie entspricht dem Beschluss der Berliner Tarifkommission und der allgemeinen Tarifentwicklung der anderen Branchen. Für Lehrkräfte, die keine Studienräte sind, erhöht sich das Tabellenentgelt um weitere 7,09 Euro monatlich.

Foto: Christian von Polentz / transitfoto.de

Es ist uns gelungen, die Einführung einer Stufe 6 ab der Entgeltgruppe 9 durchzusetzen. Das ist nicht zuletzt dem Engagement der GEW BERLIN zu verdanken. Mit der Stufe 6 werden wir die Lücke zwischen den angestellten und den verbeamteten Lehrkräften ein Stück schließen und auch für alle anderen Beschäftigen in diesen Entgeltgruppen ergibt sich eine Perspektive.

Die Ausgestaltung der Stufe 6 in zwei Schritten mit jeweils 1,5 % über der Stufe 5 ab dem 1. Januar 2018 und nochmals 1,5 % ab dem 1. Oktober 2018 bleibt jedoch deutlich hinter unseren Erwartungen zurück.

Auch dIe Angleichung der Entgelte des Sozial- und Erziehungsdienstes an das TVöD-Niveau ist nicht in dem Maße erfolgt wie von uns gefordert. 80 Euro Zulage für Erzieher*innen und Kita-Leiter*innen, 100 Euro für bestimmte Sozialarbeiter*innen in Entgeltgruppe 9 und 50 Euro für Sozialarbeiter*innen in Entgeltgruppe 11 sind ganz klar zu wenig. Das bleibt auch hinter dem zurück, was SPD, Linke und Grüne im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Finanzsenator Kollatz-Ahnen selbst hat zusammen mit Bildungssenatorin Scheeres die SuE-Angleichung gefordert. Er hat sich damit auf Arbeitgeberseite offenbar nicht durchsetzen können. Das bedeutet, dass der Senat jetzt wie angekündigt tätig werden und den inakzeptablen Gehaltsunterschied von über 400 Euro über eine landeseigene Zulage ausgleichen muss. Wir werden genau hinschauen, was jetzt passiert!

Die Bundestarifkommission der GEW hat zudem entschieden, den Eingruppierungstarifvertrag (TV EntgO-L) des dbb zu unterschreiben. Die Arbeitgeber hatten diese zur Bedingungen für den obigen Abschluss gemacht. Wir halten die Unterzeichnung des TV EntgO-L weiterhin für einen Fehler. Unsere seit zwei Jahren geäußert Kritik an diesem „Tarifwerk“ bleibt nach wie vor bestehen.

Andere GEW-Landesverbände, mit erheblich weniger angestellten Lehrkräften, haben das anders eingeschätzt. Am Ende haben wir uns in einem demokratischen Abstimmungsprozess nicht durchsetzen können. Das ist bedauerlich.

Es ist aber auch klar, dass unser - euer - Einsatz in dieser Tarifrunde nicht umsonst gewesen ist. Ohne die Berliner Kolleg*innen hätten wir die Verbesserungen, die es zweifelsohne gibt, nicht erreicht. Wir werden jetzt nicht nachlassen und den Druck auf den rot-rot-grünen Senat aufrecht erhalten! Nach diesem Ergebnis ist klar: Der Berliner Senat ist jetzt in der Pflicht, aktiv zu werden, seine Versprechungen zu halten und dafür zu sorgen, dass die Bezahlung von Lehrkräften, Erzieher*innen und anderen Pädagog*innen in Berlin konkurrenzfähig wird!

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