GEW - Berlin
Du bist hier:

Wahlen 2021: Forderungen im Bereich Hochschule & Erwachsenenbildung

Im Wissenschaftsbetrieb gibt es Probleme: Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten, lange und steinige Karrierewege. Die Kontinuität und Qualität wissenschaftlicher Arbeit braucht stabile Beschäftigungsbedingungen. Deshalb fordern wir:

Foto: Christian von Polentz

Bereich Hochschule:

  • Durchsetzung echter Hochschuldemokratie durch eine stärkere Mitbestimmung aller Hochschulbeschäftigten und eine geringere Machtfülle der Präsidien.
  • Lehre gegenüber der Forschung stärken: Studierbarkeit erhöhen, Betreuungsrelationen verbessern.
  • Berufliche Perspektiven schaffen: Anteil unbefristeter Verträge beim wissenschaftlichen Personal erhöhen; keine sachgrundlosen Befristungen in allen Beschäftigtengruppen. Mehr dazu 
  • Befristung wissenschaftlicher Beschäftigter an Qualifizierung koppeln: Vollzeitarbeitsverhältnisse, an die Länge der Qualifizierung gebundene Vertragslaufzeiten und Qualifizierungsvereinbarungen als Regelangebote

Bereich Erwachsenenbildung:

  • Digitale Ausstattung voranbringen: Einer repräsentativen Mitgliederbefragung der GEW zufolge nutzen neun von 10 Lehrkräften ihre privaten Geräte für die Arbeit. Finanzielle Mittel für IT-Administratorinnen und -administratoren müssen ebenfalls dauerhaft in die Haushalte eingeplant und eingestellt werden. Erweitert und verstetigt werden muss der Digitalpakt auch für die Einrichtungen der öffentlich finanzierten Weiterbildung, zu denen unter anderen die Volkshochschulen gehören, dabei sind gezielte Angebote für alle Altersgruppenerforderlich. Die GEW fordert: Digitalpakt aufstocken, verstetigen und auf weitere Bildungsbereiche ausdehnen!
  • Demokratie und politische Bildung stärken, Chancengleichheit herstellen: Die politische Bildung muss auch an beruflichen Schulen und in der Weiterbildung gestärkt werden. Werte wie Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Teilhabe und Mitbestimmung, soziale Gerechtigkeit und Diversität müssen auch bei Erwachsenen mehr denn je vermittelt und im Schulalltag gelebt werden. Dazu ist eine Professionalisierung der Pädagoginnen und Pädagogen in der Berufs- und Weiterbildung erforderlich. Eine besondere Bedeutung hat das Recht auf Bildung für geflüchtete und Asylsuchende Menschen. Bund und Länder müssen ihnen nach spätestens drei Monaten den Zugang zu Bildungsangeboten öffnen. Zudem müssen sei ein flächendeckendes Beratungsangebot einrichten und Konzepte zur inklusiven Bildung in der Migrationsgesellschaft entwickeln. Die GEW fordert: Politische Bildung stärken und gesellschaftliche Spaltung verhindern!
  • Gute Bildung - gute Arbeit: In der chronisch unterfinanzierten staatlichen Erwachsenen- und Weiterbildung müssen prekäre und atypische Beschäftigungsverhältnisse überwunden werden. Zu guter Arbeit gehört zudem ein ausreichender Arbeits- und Gesundheitsschutz von Lehrenden und Lernenden - gerade in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Hygienestandards müssen in allen Einrichtungen jederzeit gesichert sein. Alle Lehrkräfte mit akademischer Ausbildung müssen in allen Bundesländern mindestens nach A13 (Beamte)/E13 (Angestellte) bezahlt werden. Dies ist auch ein Beitrag zur Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern. An Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der Weiterbildung muss die hohe Zahl an befristeten Beschäftigungsverhältnissen reduziert, prekäre Beschäftigung überwunden werden. Die GEW fordert:  Bildung für alle sichern sowie prekäre und befristete Beschäftigungsverhältnisse überwinden!
Ansprechpartner_in
Matthias Jähne
Referent Vorstandsbereich Hochschulen und Lehrer*innenbildung
030 / 219993-59

Telefonsprechzeiten:
  Mo., Di., Do. 13.00 bis 16.00 Uhr,
  Mi. 13.00 - 17.00 Uhr,
  Fr. 13.00 bis 15.00 Uhr