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Wahlen 2021: Forderungen im Bereich Kitas, Jugendhilfe und Soziale Arbeit

In und nach der Pandemie sind Invesititionen in Bildung und Soziales wichtiger denn je. Kürzungen in diesem Bereich rauben unseren Kindern die Zukunftschancen.

Foto: unsplash.com
  • Verbesserung des Personalschlüssels in Kitas und im schulischen Ganztag und die Festlegung von festen Personalschlüsseln für die JugendhilfeMehr ausgebildetes Personal sorgt für Qualität und beugt dem Burnout vor. Für die Kita fordert die GEW BERLIN deshalb folgenden Personalschlüssel: Für Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr ein Personalschlüssel von 1:3. Für Kinder ab dem 3. Lebensjahr ist eine Fachkraft-Kind-Relation von 1:8 vorzuhalten. Für die ergänzende Förderung und Betreuung fordern wir eine Personalausstattung auf der Grundlage von 1:15. Ohne diese Reserve werden immer wieder Personalressourcen aufgebraucht, die für die individuelle Förderung der Kinder, für die Vor- und Nachbereitung oder die Gestaltung des pädagogischen Alltags gedacht sind.
  • Verbindliche Zeit für mittelbare pädagogische Arbeit: Erzieher*innen brauchen einen festen Stundenanteil für Tätigkeiten wie Elternarbeit, Beobachtung und Dokumentation des Lernens und der Entwicklung oder die Kooperation mit anderen Einrichtungen. Die GEW fordert insgesamt 9 Stunden für mittelbare pädagogische Arbeitszeit für Erzieher*innen sowohl im Schuldienst als auch in den Kitas.
  • Eine auskömmliche Finanzierung von Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe. Denn nach wie vor ist die Finanzierung der Kinder und Jugendhilfe Träger (öffentlich sowie freie Träger) defizitär. Das hat zur Folge, dass insbesondere Kolleg*innen bei nicht Tarifgebunden Trägern im Durchschnitt eine geringere Vergütung erhalten. Deshalb fordert zudem die GEW BERLIN die verbindliche Weitergabe der Personalkosten und somit die Sicherstellung von Tariflöhnen bei freien Trägern der Jugendhilfe auf Grundlage des TV-L.
  • Neue Kitaplätze für das Land Berlin müssen durch die Kita-Eigenbetriebe umgesetzt werden. Derzeit werden über 80% der Berliner Kindertagesstätten von freien Trägern der Jugendhilfe betrieben. Die Verbände und Träger haben mit einer enormen Leistung die für Berlin notwendigen Kitaplätze geschaffen. Um hier wieder ein Gleichgewicht und somit attraktive Arbeitsplätze auf Basis des TV-L zu schaffen, sollten nun wieder die Kita-Eigenbetriebe beim Kitaplatzausbau besonders berücksichtigt werden.
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Ronny Fehler
Referent Vorstandsbereich Kinder-, Jugendhilfe und Sozialarbeit
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Wahlcheck: Jugendamt trifft Politik

Die AG Weiße Fahnen, der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) Berlin und die GEW BERLIN haben zur Berlin-Wahl am 26.09.2021 nachgefragt: Was wollen SPD, CDU, Grüne und Linke für die Jugendämter tun? Im Video seht ihr die wichtigesten Aussagen der Politiker*innen aus den Online-Gesprächen.

0:21 Roman Simon | CDU
2:31 Marianne Burkert-Eulitz | Grüne
6:07 Katrin Seidel | Die Linke
7:09 Melanie Kühnemann-Grunow | SPD
9:17 Forderungen der AG Weiße Fahnen, der DBSH Berlin und der GEW BERLIN