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Nr. 38 / 2011Koalitionsverhandlungen: Die Integrierten Sekundarschulen voranbringen - Gemeinschaftsschulen weiter unterstützen

02.11.2011

Die GEW BERLIN fordert von den Koalitionsparteien, dass sie sich für den Erfolg der Strukturreform der Berliner Schule einsetzen und den angekündigten Schulfrieden wahr machen.

Es müssen Anstrengungen unternommen werden, um die Vergrößerung der Kluft zwischen den guten, nachgefragten Sekundarschulen und denen mit mehrheitlich eher schwieriger Schülerschaft zu verhindern. Durch eine Veränderung von Aufnahmekriterien könnte das starke Gefälle zwischen den Schulen verringert werden. Darüber hinaus müssen die Schulen auch für neu einzustellende LehrerInnen attraktiver gemacht werden. Ein Weg wäre die Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung um zwei Stunden für die Lehrkräfte dieser Schulen zur Bewältigung der erweiterten Aufgaben, ein anderer besondere Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Die Schulen mit schwierigerer Schülerschaft, hier insbesondere die Schulen, die überwiegend SchülerInnen mit einer schlechten Förderprognose haben, brauchen besondere Unterstützung und zwar für die Schülerschaft, die Lehrkräfte und letztlich auch für die Eltern. Sie brauchen in jedem Fall sozialpädagogische Kompetenz Vorort, ein ansprechendes, gutes Freizeitangebot für einen gelungenen Ganztag, kleinere Gruppen und Klassen. Den besonderen Bedingungen muss gezielt Rechnung getragen werden. Nur wenn die Attraktivität dieser Schulen aufgrund besonders guter Ausstattung steigt, haben sie eine Chance, die gesetzten Ziele der Schulstrukturreform zu realisieren.“

Auch die Gemeinschaftsschulen sollen weiter gefördert werden und die Möglichkeit für interessierte Schulen erhalten bleiben, sich in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln.