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Nr. 32 / 2011Rot-Schwarz auf dem Prüfstand

11.10.2011

Bildung ist eine Lösung – verstehen – verantworten - verbessern

Wir stellen Rot-Schwarz auf den Prüfstand und erinnern mit unserer Aktion an die ungelösten Aufgaben und die Forderungen der GEW BERLIN, die schon Inhalt von mehreren Gesprächen mit den Parteien waren.

Für den Bereich der Kitas sind es

• Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel
• Erhalt der Kita – Eigenbetriebe in der jetzt bestehenden Struktur.

Für den Bereich der sozialen Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe und Sozialarbeit, aber auch im Bereich der Behindertenhilfe ist es die Forderung nach

• Beendigung der prekären Beschäftigungsverhältnisse und nach Tarifbindung.

Für den Bereich der Schule sind es

• Streichung des Haushaltsvorbehalts/ der Deckelung für Integrationsstunden
• Steigerung der Attraktivität von Schulen mit schwieriger Schülerschaft.
• Arbeitsentlastungen für Lehrer/innen und Erzieher/innen

Für den Bereich der Hochschule und Lehrer/innenbildung sind es

• der freie Zugang zum Master durch eine Erhöhung der Zahl der Masterstudienplätze,
• gleiche Studien- und Referendariatszeiten für alle angehenden Lehrer/innen
• mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse anstelle von prekärer Beschäftigung mit immer kürzeren Verträgen

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Die GEW Berlin bietet ihre Unterstützung an. Wir haben klare Positionen in allen wichtigen Bildungsfeldern erarbeitet. Wir stehen für eine gute Bildung in unserer Stadt für die Heranwachsenden und für die Beschäftigten.
PädagogInnen müssen die Chance haben, gute Arbeit zu leisten und jedem Kind gerecht zu werden, es individuell fördern zu können.
Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen, eine entsprechende Personalausstattung mit qualifiziertem Personal ist absolute Voraussetzung und wir müssen Entlastungen für die Beschäftigten schaffen. Diese Herausforderungen dürfen sich nicht an Spardiktaten oder der Forderung nach Kostenneutralität orientieren, sondern an den gestiegenen Anforderungen, Aufgaben und Erwartungen Für die Beschäftigten in den Hochschulen, im Bereich der Weiterbildung und im sozialen Bereich müssen Bedingungen her, die ein normales Leben ermöglichen, weg von den prekären Beschäftigungsverhältnissen.“

Anlage zur Presseerklärung 32/2011 vom 11.10.2011