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Nr. 17 / 2011Erfolg für die GEW BERLIN: Lehrer/innen mit Masterabschluss erhalten mehr Geld

10.06.2011

Die Lehrer/innen mit fachwissenschaftlicher Ausbildung in zwei Fächern (L 2) werden endlich auch mit dem neuen Masterabschluss das gleiche Gehalt bekommen wie die mit dem bisherigen Ersten Staatsexamen.

Das Abgeordnetenhaus hat beschlossen, alle L 2 – Lehrer/innen ausnahmslos in die Besoldungsgruppe A 13 einzustufen, was für die angestellten Lehrer/innen die Entgeltgruppe 13 bedeutet. Davon profitieren auch die Referendarinnen und Referendare. Die Regelung wird im „Berliner Besoldungsneuregelungsgesetz“ verankert, das zum 1. August 2011 in Kraft treten soll.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Wir freuen uns, dass die vom Senat wegen des Masterabschlusses als unabänderlich dargestellte Gehaltskürzung bei den Lehrer/innen mit zwei Fächern endlich beendet wird. Das ist ein positives Signal für die jungen Kolleginnen und Kollegen, ihre berufliche Zukunft  in der Berliner Schule zu suchen.

Wir fordern die Senatsbildungsverwaltung auf, allen bereits von der Kürzung betroffenen Kolleginnen und Kollegen rückwirkend die höhere Vergütung bzw. die höheren Referendariatsbezüge nachzuzahlen.“

Die Senatsverwaltung hatte die Herabstufung der Lehrer/innen mit zwei Fächern und Masterabschluss Anfang 2010 damit begründet, dass in einer Fußnote zur Bundesbesoldungsordnung nur die L 2- Lehrer/innen nach A 13 bezahlt werden dürften, deren Ausbildung vor 1973 geregelt war. Das hat bei den neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrern nur wegen des Masterabschlusses zu monatlichen Einbußen von 400 Euro geführt.

Die GEW BERLIN hatte in den letzten Monaten in unzähligen Gesprächen mit den Fraktionen im Abgeordnetenhaus auf diese Ungleichbehandlung gegenüber den Lehrkräften aus den früheren Staatsexamensstudiengängen hingewiesen. Zahlreiche Klagen wurden anhängig gemacht.