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Nr. 09 / 2011Bildungspaket: Niemand weiß Bescheid!

31.03.2011

Seit Mittwoch hat das von der Bundesarbeitsministerin entwickelte „Bildungs- und Teilhabepaket“ Gesetzeskraft. Allerdings nützt das den Betroffenen überhaupt nichts. Weder gibt es ausreichende Informationen von den beteiligten Senatsverwaltungen noch die notwendigen Antragsformulare. Auch die Schulleitungen sind so gut wie nicht darüber informiert, was auf sie zukommt.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Zahlreiche Maßnahmen des Pakets betreffen auch die Schulen; so zum Beispiel mögliche Zuschüsse bei Klassenfahrten, beim Schulessen oder bei der Möglichkeit von Nachhilfeunterricht für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler. Wieder einmal kommen auf die Schulleitungen und auf die Kolleginnen und Kollegen zusätzliche Aufgaben zu. Es ist ein Unding, dass die Senatsverwaltung für Bildung hier nicht rechtzeitig informiert hat und die Schulen mit den Problemen alleine lässt.“

Ein sehr umstrittener Punkt des Bildungspaketes ist der mögliche Zuschuss für Nachhilfe, deren Notwendigkeit die Lehrkräfte ab jetzt bescheinigen müssen.

Rose-Marie Seggelke: „Leistungsschwächeren Kindern und Jugendlichen muss vor Ort in der Schule geholfen werden. Die Lehrkräfte sind die Profis; sie wissen genau, welche Hilfen ihre Schülerinnen und Schüler benötigen. Hier mit bürokratischem und finanziellem Aufwand den Markt der privaten Nachhilfeanbieter zu subventionieren, ist Unsinn. Die zusätzlichen Mittel gehören direkt an die Schulen.“