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Nr. 54/2023

GEW ruft am 28. November zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ auf

Die GEW ruft für den 28. November bundesweit zum „Streiktag Bildung“ auf. Berlin wird einer der zentralen Kundgebungsorte sein. Die GEW BERLIN hat heute alle Tarifbeschäftigten im Land Berlin sowie in den staatlichen Berliner Hochschulen (außer der HTW), beim Pestalozzi-Fröbel-Haus, beim Lette-Verein sowie die unter den TV Stud III fallenden studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen zum (partizipativen) Warnstreik aufgerufen. Gleichzeitig hat die GEW BERLIN gemeinsam mit den Gewerkschaften ver.di, GdP und IG BAU zu einem gemeinsamen Warnstreik am 22.11. im Rahmen des „Stadtstaatenstreiktages“ aufgerufen.

Der „Streiktag Bildung“ findet neben Berlin auch an den Kundgebungsorten Hamburg, Leipzig und Karlsruhe statt. Erwartet werden jeweils tausende Beschäftigte aus dem Bildungsbereich: Lehrkräfte, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen und -pädagog*innen, Hochschullehrende sowie studentische Beschäftigte. „Gemeinsam wollen wir zeigen, welch große Bedeutung die Bildungsberufe für den öffentlichen Dienst haben. Eine gut ausgestattete öffentliche Bildung ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Demokratie. Die Bundesländer müssen im Rahmen dieser Tarifrunde zeigen, welche Wertschätzung sie für die Bildungsberufe haben“, erklärte Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN.

„Berlin ist zentraler Ort des bundesweiten „Streiktags Bildung“. Unsere Berliner Erzieher*innen, Lehrkräfte, Hochschulbeschäftigte und Sozialarbeiter*innen fordern mit Recht ein, dass sie mehr Anerkennung durch ihren Arbeitgeber – das Land Berlin –  erfahren. Sie müssen die Schulen, Kitas, Hochschulen und die anderen sozialen Einrichtungen zu Orten attraktiver Arbeitsbedingungen machen. Gute Arbeit gibt es nur für guten Lohn. Der öffentliche Dienst sollte hier Vorbild sein. Wir fordern angesichts der allgemeinen Preissteigerung eine Gehaltserhöhung von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich“, erklärte Anne Albers, Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitk.

„Im Sozial- und Erziehungsdienst ist der Druck besonders hoch, hier schauen die Kolleg*innen natürlich über die nahe gelegene Landesgrenze zu Brandenburg, wo nach dem TVöD gezahlt wird und es bessere Bedingungen gibt. Es sollte im Interesse des Landes Berlin liegen, hier nachzuziehen“, erklärte Sara Ziegler, ebenfalls Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitk.

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 26. Oktober 2023 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des TV-L. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Mit Warnstreiks müssen die Gewerkschaften nun den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

 

Die Demo am 28.11. beginnt um 10:00 Uhr am Schlossplatz (U Museumsinsel). Die Kundgebung findet gegen 12:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor (Platz des 18. März) statt. Bei der Kundgebung wird u.a. die GEW-Bundesvorsitzende Maike Finnern sprechen.

Kontakt
Markus Hanisch
Geschäftsführer und Pressesprecher
Privat:  030 / 219993-46