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Nr. 04 / 2015Streik an Jüdischen Schulen

20.01.2015

Zum vierten Mal haben heute die Lehrkräfte des Jüdischen Gymnasiums und der Heinz-Galinski-Schule gestreikt. Wieder haben sich mit über 30 Personen mehr als die Hälfte der dort beschäftigten Lehrkräfte an dem Warnstreik beteiligt. Der Unterricht an den beiden Schulen fiel auch am zweiten Streiktag aus. Die Beschäftigten wollen damit den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Dr. Gideon Joffe, zu Tarifverhandlungen über die Einkommens- und Arbeitsbedingungen bewegen. Dieser hat auch nach dem 13. Januar auf keine Einladung zu Gesprächen reagiert. Die Lehrkräfte fordern eine Bezahlung analog den Regelungen für Tarifbeschäftigte des Landes Berlin und einen Tarifvertrag, der den besonderen Bedingungen in der Jüdischen Gemeinde Rechnung trägt.

Udo Mertens, Leiter im Vorstandsbereich Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik: „Der tariflose Zustand an den Jüdischen Schulen muss endlich beendet werden. Es geht den Beschäftigten nicht nur ums Geld. Sie wollen vor allem Verlässlichkeit und Rechtssicherheit, die nur ein Tarifvertrag geben kann. Auch an den Jüdischen Schulen muss Schluss damit sein, dass der Arbeitgeber alleine bestimmt wer wieviel verdient und wie die Arbeitsbedingungen sind.“

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