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Warnstreik bei INA.KINDER.GARTEN

23.08.2012

Viele Beschäftigte von INA.KINDER.GARTEN sind dem Warnstreikaufruf der GEW gefolgt. Mehrere Kitas waren am Donnerstag bis 11:00 Uhr komplett geschlossen, in anderen war nur ein eingeschränkter Betrieb möglich. Die Streikenden haben sich zu einer Streikkundgebung vor der Kita Neue Steinmetzstraße versammelt. Dabei machten sie ihrem Ärger über die starre Haltung des Trägers Luft.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Seit Jahren gab es keine Gehaltserhöhung. Jetzt sind die Tarifverhandlungen gescheitert, weil die Geschäftsführung nicht bereit ist, den Beschäftigten endlich zu zahlen, was sie schon lange verdienen“.

Seit Dezember 2011 hatte die GEW mit INA.KINDER.GARTEN über den erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrages verhandelt. Ende Juni waren die Verhandlungen gescheitert, weil die Geschäftsführung kein verhandlungsfähiges Angebot für eine Gehaltserhöhung machen wollte, die allen Beschäftigten zugute kommt.

Oliver Brüchert, Tarifreferent der GEW:  "Wir haben unsere Forderungen vom ersten Verhandlungstag an deutlich gemacht, aber die Geschäftsführung hat sich mit ihrer Antwort ein halbes Jahr Zeit gelassen. Dann hat sie ein völlig inakzeptables Angebot vorgelegt." Die GEW fordert, dass die Gehälter aller Beschäftigten von INA.KINDER.GARTEN um sieben Prozent erhöht werden.

Die Kita-Beschäftigten verdienen bei vielen Freien Trägern deutlich weniger als im öffentlichen Dienst. Das will die GEW ändern. Nobert Hocke vom Hauptvorstand der GEW: "Die Tarifverträge im öffentlichen Dienst müssen als Leitwährung im gesamten Bereich der Sozial- und Erziehungsarbeit etabliert werden“. Die Zuwendungen, die das Land Berlin an die Freien Träger zahlt, wurden in den letzten zwei Jahren um etwa zehn Prozent erhöht. Nach vielen Jahren ohne Gehaltserhöhung erwarten die Beschäftigten nun, dass dieses Geld auch bei ihnen ankommt.

Die Streikenden erfuhren viel Solidarität von den betroffenen Eltern und Betriebsräten anderer Träger, die Grußworte übermittelten.

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