GEW - Berlin
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"Gothaer Erklärung" der Jungen GEW

24.01.2000

Landesvorstand 24.01.2000

  • Die GEW BERLIN begrüßt eine Diskussion über neue Arbeitszeitmodelle und über eine andere Organisation der LehrerInnenarbeitszeit. Insbesondere steht die GEW BERLIN Gedanken wie Teamarbeit und anderen Formen der Zusammenarbeit in Kollegien sehr aufgeschlossen gegenüber und führt die Diskussion darum.
    Die GEW BERLIN lehnt allerdings die Gothaer Erklärung als ungeeignet ab, die richtige Grundlage dafür zu bieten. Sie sieht in der vorliegenden Erklärung keine geeignete Orientierung für die GEW, um in den aktuellen Auseinandersetzungen um die Arbeitszeit von Lehrkräften die Interessen der Kolleginnen und Kollegen vertreten zu können.
  • Die GEW BERLIN kritisiert, dass insbesondere in den Vorbemerkungen und in den Beschreibungen der Ausgangsbedingungen für die Überlegungen dieser Erklärung der Eindruck erweckt wird, dass die derzeitige Arbeitsstruktur der LehrerInnen (Bemessung der Arbeitszeit an der Unterrichtsverpflichtung, Besoldung bzw. tarifmäßige Eingruppierung, Verbeamtung) die Lehrkräfte priviligiere und sie obendrein noch daran hindere, besser zu arbeiten.
  • Angesichts der bevorstehenden Auseinandersetzungen um die Arbeitszeit der Lehrkräfte in Berlin stellt die GEW BERLIN fest, dass Forderungen nach zusätzlich verpflichtenden Präsenzzeiten neben dem bestehenden Unterrichtsdeputat bzw. nach Anwesenheitszeiten in den Ferien für die GEW überhaupt nur dann diskutabel sind, wenn zuvor die Unterrichtsverpflichtung deutlich gesenkt wurde und zusätzlich geeignete Arbeitsplätze für Lehrkräfte an den Schulen eingerichtet werden.