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Nr. 29 / 2018Längster Streik der studentischen Beschäftigten geht in die zweite Woche

11.06.2018

Nach der ersten Woche des 14-tägigen Streiks der studentischen Beschäftigten ziehen die Gewerkschaften ver.di und GEW BERLIN eine positive Zwischenbilanz. Hunderte Tutorien sind ausgefallen, Bibliotheken und Serviceeinrichtungen mussten ihre Öffnungszeiten einschränken. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni trugen die Streikenden ihren Protest in eine Reihe von Veranstaltungen. So musste die Eröffnungsveranstaltung an der FU Berlin abgebrochen werden. Kern der Auseinandersetzung bleibt die Ankopplung der studentischen Beschäftigten an die Tarifentwicklung der übrigen Hochschulbeschäftigten.

„Unsere Mitglieder haben in der vergangenen Woche und auch im Mai gezeigt, wie wichtig ihnen eine gerechte Lohnentwicklung ist“, stellte Tom Erdmann, Verhandlungsführer und Vorsitzender der GEW BERLIN fest. Erdmann kündigte an: „Wir halten den Druck aufrecht und fordern die Hochschulen auf, ein verbessertes Angebot vorzulegen. Mit jeder weiteren Streikwoche werden die Folgen schwerwiegender, weil der Semesterabschluss von tausenden Studierenden in Gefahr gerät. Die Hochschulleitungen tragen die Verantwortung dafür.“

Matthias Neis, Verhandlungsführer für ver.di, erklärte: „Wir hätten diese Zuspitzung gerne vermieden. Aber wenn die Hochschulleitungen nach einem Jahr Verhandlungen noch behaupten, studentische Beschäftigte seien keine Arbeitnehmer*innen im eigentlichen Sinn, dann bleibt uns nichts Anderes übrig. Die Folgen unseres Streiks beweisen, wie zentral der Beitrag der studentischen Beschäftigten ist. Das muss endlich anerkannt werden und das heißt insbesondere: Gleiche Lohnentwicklung wie für alle anderen Hochschulbeschäftigten.“

Höhepunkt der zweiten Streikwoche wird eine große Demonstration am 13. Juni vom Hohenzollernplatz zur TU Berlin sein, zu der neben der Tarifinitiative TVStud auch ein breites Bündnis von Studierendenorganisationen aufruft.

Weitere Informationen zum Streikverlauf auf https://tvstud.berlin/megastreik/