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Tarifrunde TV-LAuch in schwierigen Zeiten den Kopf hingehalten

Auch am dritten Streiktag sind rund 6.000 Beschäftigte aus Berliner Kitas, Schulen, Hochschulen und Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämtern dem Warnstreikaufruf der GEW BERLIN gefolgt.

24.11.2021

Mit dem nötigen Abstand und Mund-Nasen-Schutz demonstrierten die Beschäftigten auf einem langen Demonstrationszug zwischen dem Bahnhof Friedrichstraße und dem Invalidenpark. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Gehaltserhöhung um 5 Prozent, mindestens aber 150 Euro.

Wir möchten uns bei den Eltern für ihre Solidarität und Unterstützung bedanken. Wir wissen, dass geschlossene Kitas und ausfallender Unterricht eine zusätzliche Belastung in dieser ohnehin belastenden Zeit darstellen. Umso mehr freut es uns, dass viele Eltern an unserer Seite stehen. Es ist an den Arbeitgebern, endlich ein Angebot zur Lösung dieses Tarifkonflikts zu machen. Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben mehr Wertschätzung für ihre wichtige Arbeit in Kitas, Schulen, Hochschulen und Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämtern verdient.

Vor der vielleicht letzten Verhandlungsrunde hat die GEW BERLIN mit nun insgesamt 20.000 Streikenden an drei Tagen noch einmal den Druck erhöht.Ohne gute Bildung, ohne öffentliche Infrastruktur, ohne eine effiziente Verwaltung gibt es keine positive Wirtschaftsentwicklung. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben auch in schwierigen Zeiten den Kopf hingehalten. Uns ist es ernst und wir werden erneut zum Streik aufrufen, wenn die Arbeitgeber auf unsere berechtigten und moderaten Forderungen nicht endlich eingehen.