GEW - Berlin
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GewerkschaftGesichter der GEW

Christopher Paul

21.12.2020

Christopher Paul ist 32 Jahre alt und seit drei Jahren Erzieher. Er ist per Zufallspfeilwurf aus der Mitgliederdatei »erwählt« worden. 

Was regt dich zurzeit besonders auf?

Was mich wirklich aufregen kann, sind Missachtungen von Prinzipien, die ich für sehr wichtig im Umgang miteinander halte. Dazu gehören Bescheidenheit, Würdigung der eigenen Fehlbarkeit, Rücksichtnahme und das stete Bemühen, den Anderen verstehen zu wollen. 

Was würdest du an deiner Tätigkeit am ehesten ändern?

Ich würde die Kinderzahl reduzieren. Dabei geht es mir zuvörderst nicht um den Personalschlüssel, sondern um den Platz für die Kinder. Es ist schon krass, wie eng eine volle Kita ist – da hilft auch alles Schönrechnen und »Offen-Konzipieren« nicht.

Was gefällt dir an deinem Beruf?

Dass ich nach drei Jahren (!) immer noch gerne zu Arbeit gehe.

Drei Begriffe, die dir spontan zur GEW einfallen …

Solidarität, Kompromissbereitschaft, Notwendigkeit

Was wünschst du dir von deiner Gewerkschaft?

Ich »wünsche« mir nichts. Allerdings empfand ich die »bittere Pille« der verlängerten Stufenlaufzeit für Berufsanfänger*innen bei den letzten Tarifverhandlungen als besonders »groß« und, nun ja, vermeidbar?

Welches politische Amt würdest am liebsten einen Monat lang ausüben?

Parteiloser Bundestagsabgeordneter, um in Jogger und Hemd am Rednerpult stehen und den Abgeordneten ins Gewissen reden zu können.