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RSDKinderschützer*innen können nicht mehr......

...trotz oder gerade wegen der „wachsenden Stadt“

30.01.2015

Teilpersonalversammlung für die Regionalen Sozialpädagogischen Dienste der Berliner Jugendämter

Am 21.01.2015 fand erstmalig eine Teilpersonalversammlung der RSD aus allen Bezirken statt - ausgenommen haben sich Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Personalräte der einzelnen Bezirke haben diese Veranstaltung in der Urania mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt. Auch Frau Scheeres (Senatorin für Bildung, Jugend, Wissenschaft) wurde eingeladen. Doch wieder - wie auf anderen Kundgebungen der RSD-MitarbeiterInnen vor der Senatsverwaltung - bezog nur Frau Klebba, ihre Staatssekretärin, Stellung.

Im letzten Jahr entschied sich der Senat, in Zusammenarbeit mit den Bezirken einen so genannten Maßnahmeplan zu entwickeln:

  • Maßnahme 1: Schaffung einer fundierten Datengrundlage zur Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung der aktuellen Personalsituation in den Berliner Jugendämtern
  • Maßnahme 2: Ermittlung des konkreten Aufgabenvolumens zur Identifizierung der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter/innen in den Berliner Jugendämtern (hier insbesondere im Aufgabenfeld des Regionalen Sozialen Dienstes einschließlich Kinderschutz)
  • Maßnahme 3: Identifizierung, Bewertung und konzeptionelle Ausarbeitung von Ansätzen zur Steigerung der Attraktivität des Berufsfeldes inkl. Umsetzungsmaßnahmen
  • Maßnahme 4: Identifizierung von Handlungserfordernissen zur Unterstützung von Berufseinsteiger/innen

Frau Klebba stellte mit vielen PowerPoint-Folien erste Ergebnisse aus der Datenerhebung vor. Es zeigte sich ganz klar, dass die Zahlen die Überlastung und Forderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner RSD deutlich belegen. Welche Schritte nun folgen werden, ließ sie offen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RSD stellten intensiv Fragen oder machten ihrem Ärger mit kritischen Kommentaren Luft: So wurde bspw. zum Streik animiert oder Frau Klebbas Formulierung der "gefühlten Überlastung" scharf kritisiert.

Im Vorfeld fand eine Protestveranstaltung vor der Urania statt. Veranstaltet durch die GEW und Verdi präsentierten ca. 100 MitarbeiterInnen ihre weißen Fahnen als Zeichen der Kapitulation vor der Arbeitsüberlastung. Außerdem stellten sie ihre Forderungen nach einer höheren Eingruppierung, mehr Personal sowie Vertretungsreserven auf Transparenten dar.

Wir fragen uns nun: Wann beginnt Frau Scheeres, uns ernst zu nehmen und Stellung zu beziehen? Wie lange müssen wir auf die Erledigung unserer begründeten Forderungen warten? Wir haben in dem letzten Jahr einiges bewegt. Das Fazit aus der Teilpersonalversammlung kann jedoch nur sein, sich weiter zu vernetzen und weiter für unsere Forderungen zu kämpfen.

Am 25.03.2015 findet der Fachtag „RSD Berlin macht sich stark für sich selbst“ statt (Infos auf www.eh-berlin.de).

Unter dem Motto: "Die Belastungsgrenze für KinderschützerInnen ist schon lange erreicht", demonstrierten weit über 150 KollegInnen aus den Regionalen Sozialpädagogischen Diensten (RSD) der Berliner Jugendämter, bereits zum dritten mal, vor der zuständigen Senatsverwaltung.

Sie übergaben der Staatssekretärin Frau Klebba, im Beisein der Berliner Jugendstadträte, über 300 Überlastungsanzeigen.Frau Klebba und die Jugendstadträte versprachen für Verbesserungen zu sorgen. Die KollegInnen der RSD machten deutlich, dass sie sofort Verbesserungen bedürfen, schließlich warten sie schon seit längerem - vor einem Jahr war die erste Kundgebung - auf bessere Arbeitsbedingungen.

Flugblatt für den 28.11.2014

Kinderschutz braucht KinderschützerInnen!

Unter diesem Motto gingen am 30. April 2014 200 Kolleginnen und Kollegen der Regionalen Sozialpädagogischen Dienste (RSD) erneut auf die Straße. Mit ihrer zweiten Demonstration vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft machen sie auf ihre schwierige Arbeitssituation aufmerksam.

Seit der letzten Demonstration im Dezember hat sich nichts verändert: Die Arbeitsanforderungen und die Arbeitsbelastungen sind weiter gestiegen – die Anzahl der Kolleginnen und Kollegen aber nicht! Das macht krank und führt zu einer hohen Fluktuation in den Jugendämtern. Junge Kolleginnen und Kollegen verlassen nach relativ kurzer Zeit wieder das Arbeitsgebiet und berufserfahrene Kolleginnen und Kollegen werden zunehmend krank. Die Verbleibenden können die Arbeit nicht mehr leisten – ein Teufelskreis.

Deshalb fordern die Kolleginnen und Kollegen der RSD:

• Fallzahlbegrenzung: 28 Familien auf eine Vollzeitstelle
• Stellenplanung mit Vertretungsreserve
• RSD-Stellen mit E 10 / A 11 eingruppieren

Andreas Kraft, Leiter Vorstandsbereich Kinder-, Jugendhilfe und Sozialarbeit der GEW BERLIN:
„Die Arbeitsanforderungen und die Zahl der betreuten Familien haben sich für die Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahren verdoppelt – die Anzahl der Stellen für die Sozialarbeit im RSD blieb gleich! Unter diesen schlechten Arbeitsbedingungen und der hohe Arbeitsbelastung leiden die Kolleginnen und Kollegen der Jugendämter und die ihnen anvertrauten Menschen. Eine verlässliche und verantwortungsvolle Arbeit ist vielfach nicht möglich. Die GEW BERLIN fordert den Senat auf mehr Mittel für den Kinderschutz bereit zu stellen, damit mehr Personal eingestellt wird. Der Senat darf sich der Fürsorgepflicht nicht entziehen und die Verantwortung allein auf die Bezirke abwälzen. Die Familien, Kinder und Jugendlichen dürfen nicht die Leidtragenden der Berliner Haushaltspolitik sein.“

Die regionalen sozialen Dienste hissen die weiße Fahne!

Die Arbeitsanforderungen und die Zahl der betreuten Familien sind gestiegen – die Anzahl der Sozialarbeiter/-innen im regionalen sozialen Dienst (RSD) nicht! Schlechte Arbeitsbedingungen und hohe Arbeitsbelastung machen innen können die Arbeit nicht mehr schaffen!

UNSERE FORDERUNGEN:

  • Fallzahlbegrenzung im RSD: 40 Familien auf eine Vollzeitstelle
  • Stellenplanung mit Vertretungsreserve
  • RSD-Stellen mit E 10 / A 11 eingruppieren

Am 13. Dezember 2013 haben über 100 Beschäftigte aus unterschiedlichen Bezirken für diese Forderungen anlässlich der Sitzung der Jugendstadträtinnen und -stadträte vor den Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft demonstriert.

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