GEW - Berlin
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Willkommen bei der Fachgruppe Erwachsenenbildung

Wir vertreten die Interessen von Erwachsenenbildner*innen, die in der allgemeinen, politischen und beruflichen Bildung tätig sind. Wir engagieren uns für ein Erwachsenenbildungsgesetz in Berlin, das »gute Arbeit« stärkt und im Kontext der Nationalen Weiterbildungsstrategie weiterentwickelt. Themen sind die Erhöhung der Mindestlöhne und -Honorare bei freien und privaten Trägern, die vom Senat im Koalitionsvertrag zugesagten 20 Prozent fest angestellten Weiterbildungslehrkräfte an Volkshochschulen und ein sozialer Tarif- oder Rahmenvertrag für freie Honorarlehrkräfte. Wir freuen uns über neue Mitstreitende!

KURZMELDUNGEN

Der Rat der Weiterbildung (KAW), in dem auch die GEW Mitglied ist, hat Forderungen zur Bundestagswahl 2021 „Für eine zukunftsfähige Weiterbildung“ veröffentlicht.

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Seminare für Selbstständige von Erwin Denzler 

a) (Schein-)selbständig, arbeitnehmerähnlich, Lehrauftrag ... was heißt denn das?

Am 01.10.2021, 18:00 - 21:00 Uhr, in der Ahornstraße 5, 10787 Berlin. Teilnahmebeitrag: keiner, für Nichtmitglieder 25 Euro 

Die Scheinselbständigkeit der Lehrkräfte ist ein Dauerthema in der Rechtsprechung, und es gibt auch neue Urteile dazu. Wir informieren über den aktuellen Stand. Und dann gibt es auch noch "arbeitnehmerähnlich" - wer zwar selbständig ist, aber überwiegend für einen Auftraggeber arbeitet, hat einen Anspruch auf bezahlten Urlaub. In den Volkshochschulen Berlins gibt es dazu auch interne Regelungen. Und auch die Sozialversicherungspflicht kann davon abhängen. Mehr dazu: https://www.gew-berlin.de/veranstaltungen/detailseite/schein-selbstaendig-arbeitnehmeraehnlich-lehrauftrag-was-heisst-denn-das/

 

b) Steuerfragen für Selbständige in der Bildung

Am 02.10.2021, 10:00 - 16:00 Uhr, in der Ahornstraße 5, 10787 Berlin. Teilnahmebeitrag: keiner, für Nichtmitglieder 25 Euro

Wer freiberuflich unterrichtet oder erzieherisch tätig ist, sei es im Haupt- oder Nebenberuf, muss vieles beachten. Das betrifft vor allem Lehrbeauftragte an Hochschulen und Dozent:innen in der Erwachsenenbildung. Wir informieren über die Grundlagen der Gewinnermittlung (Einnahmen und Ausgaben) und über die Einkommensteuer. Auch die Anmeldung beim Finanzamt und die Frage der Umsatzsteuerpflicht werden behandelt. Mehr dazu: https://www.gew-berlin.de/veranstaltungen/detailseite/steuerfragen-fuer-selbstaendige-in-der-bildung/

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Aktuelles

Unsere Mitglieder arbeiten in:

  • Volkshochschulen
  • Sprachschulen
  • kirchlichen, gewerkschaftlichen oder politischen Weiterbildungseinrichtungen
  • in Weiterbildungsberatungs- oder Grundbildungszentren
  • Einrichtungen zum Nachholen von Schulabschlüssen
  • betrieblichen und überbetrieblichen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen
  • in Fortbildungswerken von Verbänden, Kammern, Stiftungen und Bildungswerken
  • bei privaten Trägern mit SGB II/III oder Reha-Maßnahmen
  • sowie sonstigen kulturellen Einrichtungen und in den Medien 

Schwerpunkte unseres politischen Engagements

  • Wir engagieren uns für ein Weiterbildungsgesetz in Berlin, das die Erwachsenenbildung (inkl. der Weiterbildungsberatung für Erwachsene) als gleichberechtigte vierte Säule des Bildungswesens anerkennt, fördert und ausbaut
  • Wir stärken durch GEW-Vertrauensleute die kommunale und die freie Erwachsenenbildung in Volkshochschulen und bei Freien Trägern sowie in Firmen die Sichtbarkeit unserer Bildungsgewerkschaft als Tarifpartner
  • Wir unterstützen die Schaffung von Betriebsgruppen und die Gründung von Betriebs- bzw.  Personalräten (schon ab 5 Mitarbeiter*innen möglich)
  • Wir engagieren uns für demokratische Mitbestimmung und Mitwirkung in gewählten bezirklichen und Gesamt-Berliner Vertretungen der Kursleiter*innen und der Lernenden in einem künftigen Berliner Weiterbildungsgesetz
  • Wir engagieren uns dafür, dass bei der Vergabe von öffentlichen Geldern für Bildungsaufgaben nur Bildungs anbieter berücksichtigt werden, die ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anbieten, deren Bezahlungsniveau den im öffentlichen Dienst geltenden Tarifverträgen entspricht. Die Einhaltung der verhandelten Mindestlöhne und Mindesthonorare soll von den Auftraggebern besser kontrolliert werden
  • Wir fordern eine langfristige Investitionsplanung für professionell ausgestattete Erwachsenenbildungszentren

Lebenslanges Lernen ist unser Thema

Lebenslanges Lernen, das ist in ganz Europa und auf internationaler Ebene immer noch ein gängiges Schlagwort in Sonntagsreden, bleibt aber auf professionelle Unterstützung und eine starke institutionelle Verankerung angewiesen. Dies steht jedoch immer mehr im Widerspruch zur tatsächlichen institutionellen und materiellen Anerkennung der sogenannten vierten Säule "Weiterbildung" des Bildungswesens. Anstelle professioneller Entwicklungsplanung für eine nachhaltige Infrastruktur und gute Arbeit tritt alle Jahre wieder folgenlose befristete Projektförderung mit prekärer Beschäftigung.

Die Stärkung „guter Arbeit“ ist unser Ziel

Wir fordern, dass die allgemeine, politische und berufliche Erwachsenenbildung als Bürger*innenrecht und Pflichtaufgabe endlich anerkannt und in öffentlicher Verantwortung wahrgenommen und ausgebaut wird. Professionalität und Qualität in der Weiterbildung werden zwar zunehmend gefordert, aber nur selten durch angemessene Tarifverträge, Mindestlöhne und Honorarordnungen anerkannt und unterstützt.