GEW - Berlin
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Willkommen bei der Fachgruppe Erwachsenenbildung

Wir vertreten die Interessen von Erwachsenenbildner*innen, die in der allgemeinen, politischen und beruflichen Bildung tätig sind. Wir engagieren uns für ein Erwachsenenbildungsgesetz in Berlin, das »gute Arbeit« stärkt und im Kontext der Nationalen Weiterbildungsstrategie weiterentwickelt. Themen sind die Erhöhung
der Mindestlöhne und -Honorare bei freien und privaten Trägern, die vom Senat im Koalitionsvertrag zugesagten 20 Prozent fest angestellten Weiterbildungslehrkräfte an Volkshochschulen und ein sozialer Tarif- oder Rahmenvertrag für freie Honorarlehrkräfte. Wir freuen uns über neue Mitstreitende!

Aktuelles

KURZMELDUNGEN

20. Mai 2020 | Anträge auf Soforthilfe bei der IBB immer noch möglich

Es gibt große Verunsicherung unter den Kursleitenden im Bildungsbereich, die schon früh (bis 1.4.) einen Sofort-Hilfe-Antrag bei der Investitionsbank Berlin gestellt haben, weil sich danach die – nicht zuletzt dank unserer Lobby-Arbeit auf Bundes- und Landesebene – gut angepassten Berliner Konditionen ein wenig geändert haben. Andere freie Kursleitende/ Selbständige im Bildungsbereich fragen sich, ob sie nicht nach dem 6.4. noch einen Antrag stellen sollten und könnten. Dies ist grundsätzlich immer noch möglich. Nachschauen könnt ihr dies in dieser leicht verständlichen Übersicht. In den nächsten Tagen wird für die Kursleitenden, die im „Kulturbereich“ arbeiten, ein weiteres spezielleres Hilfspaket von Kulturstaatsministerin Monika Grütters erwartet. Wenn weitere Fragen bestehen, bitte wenden an Melek Uzun, T. 030-2125-0

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6. Mai 2020 | VHS-Honorarzahlungen bis 31. Mai verlängert

Aus dem Rundschreiben IV Nr. 40/2020 der Senatsverwaltung für Finanzen: „Den Dienststellen wird die Möglichkeit eröffnet, die Honorare an ihre Freien Mitarbeiter*innen weiterzuzahlen, auch wenn die Dienstleistung in anderer Form und ggf. in verringertem Umfang erbracht wird. Art und Umfang der möglichen Leistungserbringung waren neu zu definieren. Diese Regelung soll es anwendenden Dienststellen ermöglichen, den betroffenen Honorarkräften im Sinne einer befristeten unbürokratischen Soforthilfe Alternativen zur Verfügung zu stellen.“ Die erste Regelung galt bis 19.4., wurde bereits bis 3.5. verlängert und mit diesem Rundschreiben wird sie letztmalig bis zum 31.5.2020 verlängert. Den Dienststellen wird empfohlen, die Vertragslage ab dem 1.6.20 eigenverantwortlich (!) zu prüfen und ggf. anzupassen. Es bestehen keine Bedenken, Leistungen, die aufgrund der Schließung der Einrichtungen neu vereinbart wurden, fortzuführen und in das reguläre Leistungsangebot aufzunehmen (z.B. Weiterbildung als Online-Kurs). Die Dienstleistungen sind jedoch nur in dem tatsächlich erbrachten Umfang zu vergüten.

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7. Mai 2020 | VHS-Anmeldungen ab 1.Juni/ VHS-Präsenzbetrieb startet ab 1. Juli

Aus der 6. Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2 Eindämmungsmaßnahmenverordnung: §12 (5) „Die Volkshochschulen bleiben bis zum 31. Mai 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Der Anmeldebetrieb ist ab dem 1. Juni 2020 unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Hygieneregeln nach § 2 Absatz 1 zulässig. Die Aufnahme von Kursen im Präsenzbetrieb kann ab dem 1. Juli 2020 erfolgen.“

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Aktualisierte Auflage des GEW-Ratgebers für freie Lehrkräfte

Die GEW hat im März 2020 ihren Ratgeber für freie Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung aktuell überarbeitet in 2. Auflage erstellen lassen (PDF). Autorin ist Dr. Sabine Jambon, die nach vielen freien Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung inzwischen an einem Gymnasium arbeitet. Wo kann sie in größerer Zahl bestellt werden? Ratgeber selbständige Lehrkräfte 2020, Artikel ­Nr.: 1607. Bestellungen bis 9 Stück richten Sie bitte an: broschueren(at)gew(dot)de Fax: 069/78973­70161. Bestellungen ab 10 Stück erhalten Sie im GEW-­Shop,  ­shop(at)callagift(dot)de Fax: 06103­30332 ­20 Einzelpreis 1,70 Euro zzgl. Versandkosten.

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Digitale Kompetenzen ausbauen und nutzen

Der Deutsche Volkshochschulverband e.V. weist zu recht auf seiner Corona-Webseite noch auf die digitalen neuen Wege hin, die jetzt auch alternativ genutzt werden könnten. Der etwas unpräzise Text des Berliner Finanzsenators zu den VHS-Honoraren deutet an, dass nachweisbare digitale Elemente im Unterricht zumindest die Chance erhöhen, für einen geplanten Kurs das Honorar vollständig gezahlt zu bekommen. Eine allgemeine Einführung in die Nutzung der bundesweiten VHS-Cloud, die allerdings seit 1.1.20 einen kleinen verbrauchsabhängigen Beitrag kostet, findet man unter https://www.vhs.cloud/. Dort gibt es auch spezielle Online-Seminare für VHS-Kursleitende. Einige Berliner VHSn, allen voran VHS Steglitz-Zehlendorf, sind bei der Weiterentwicklung der vhs-cloud sehr engagiert.

Auch das österreichische Institut für Erwachsenenbildung machen wieder ein kostenloses Angebot: Es gibt es dieses Jahr wieder ein Erwachsenenbildungs-Mooc aus Österreich mit dem Schwerpunkt Ausbau der digitalen Kompetenz, das bereits seit 4.3. läuft, aber noch Interessierte aufnehmen will und kann. https://erwachsenenbildung.at/ebmooc/

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Senatsempfang 100 Jahre Volkshochschulen vom 10.1.2020

Wir stellen euch die Keynote von Prof. Dr. Bernd Käpplinger (mit freundlicher Genehmigung des Autors) vom Fachtag und Festempfang „100 Jahre Berliner Volkshochschulen“ mit dem Titel: „Wie weit trägt das Jobeljahr? Wie weit trägt Geschichte?“ zum Download zur Verfügung.

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24.01. 2020 | Nationale Weiterbildungsstrategie im GEW-Landesvorstand

Auf Initiative der FG Erwachsenenbildung hielt Ansgar Klinger (GEW Hauptvorstand) im Berliner Landesvorstand der GEW einen informativen Vortrag zur Nationalen Weiterbildungsstrategie aus gewerkschaftlicher Sicht. Die GEW hatte sich bereits in ihrer letzten Herbstakademie 2019 in Frankfurt a./M. intensiv mit dem Thema befasst.
http://denk-doch-mal.de/wp/dokumentation-dgb-bundesvorstand-nationale-weiterbildungsstrategie-gesamteinschaetzung-zentrale-ergebnisse-und-ausblick-auf-den-umsetzungsprozess/

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Mindestlohn 2020 in der Erwachsenenbildung

Der Mindestlohn in Gruppe II beträgt dieses Jahr 16,38 Euro (2019: 16 Euro) pro Zeitstunde, der Antrag auf „Verallgemeinerung“ über SGB II/III-Kurse hinaus läuft beim BMAS. Bis dahin gilt: Wer weniger als 16 Euro Stundenlohn verdient, sollte Kontakt mit den Anwältinnen in unserer Berliner GEW-Landesrechtsschutzstelle (030-219993-50) aufnehmen.

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06.03.2020 | Flugblatt zu 100 Jahre Volkshochschulen

Unser Flugblatt zur Verbreitung an den bezirklichen VHSn/ an die Weiterbildungspolitiker*innen in den bezirklichen Bezirksverordnetenversammlungen und im Berliner Abgeordnetenhaus zum 10.01.2020 ist in unserer Fachgruppe aktualisiert worden.

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Zweiter Bildungsweg für Erwachsene - Delegierte/r gesucht

Gesucht wird ein/e Berliner Vertreter*in für unsere AG Zweiter Bildungsweg des Bundesfachgruppenausschusses Erwachsenenbildung der GEW für 2-3 Treffen pro Jahr, um Erfahrungen einzubringen und auszutauschen. Bitte meldet Euch bei: erwachsenenbildung(at)gew-berlin(dot)de

 

 

Unsere Mitglieder arbeiten in:

  • Volkshochschulen
  • Sprachschulen
  • kirchlichen, gewerkschaftlichen oder politischen Weiterbildungseinrichtungen
  • in Weiterbildungsberatungs- oder Grundbildungszentren
  • Einrichtungen zum Nachholen von Schulabschlüssen
  • betrieblichen und überbetrieblichen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen
  • in Fortbildungswerken von Verbänden, Kammern, Stiftungen und Bildungswerken
  • bei privaten Trägern mit SGB II/III oder Reha-Maßnahmen
  • sowie sonstigen kulturellen Einrichtungen und in den Medien 

Schwerpunkte unseres politischen Engagements

  • Wir engagieren uns für ein Weiterbildungsgesetz in Berlin, das die Erwachsenenbildung (inkl. der Weiterbildungsberatung für Erwachsene) als gleichberechtigte vierte Säule des Bildungswesens anerkennt, fördert und ausbaut
  • Wir stärken durch GEW-Vertrauensleute die kommunale und die freie Erwachsenenbildung in Volkshochschulen und bei Freien Trägern sowie in Firmen die Sichtbarkeit unserer Bildungsgewerkschaft als Tarifpartner
  • Wir unterstützen die Schaffung von Betriebsgruppen und die Gründung von Betriebs- bzw.  Personalräten (schon ab 5 Mitarbeiter*innen möglich)
  • Wir engagieren uns für demokratische Mitbestimmung und Mitwirkung in gewählten bezirklichen und Gesamt-Berliner Vertretungen der Kursleiter*innen und der Lernenden in einem künftigen Berliner Weiterbildungsgesetz
  • Wir engagieren uns dafür, dass bei der Vergabe von öffentlichen Geldern für Bildungsaufgaben nur Bildungs anbieter berücksichtigt werden, die ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anbieten, deren Bezahlungsniveau den im öffentlichen Dienst geltenden Tarifverträgen entspricht. Die Einhaltung der verhandelten Mindestlöhne und Mindesthonorare soll von den Auftraggebern besser kontrolliert werden
  • Wir fordern eine langfristige Investitionsplanung für professionell ausgestattete Erwachsenenbildungszentren

Lebenslanges Lernen ist unser Thema

Lebenslanges Lernen, das ist in ganz Europa und auf internationaler Ebene immer noch ein gängiges Schlagwort in Sonntagsreden, bleibt aber auf professionelle Unterstützung und eine starke institutionelle Verankerung angewiesen. Dies steht jedoch immer mehr im Widerspruch zur tatsächlichen institutionellen und materiellen Anerkennung der sogenannten vierten Säule "Weiterbildung" des Bildungswesens. Anstelle professioneller Entwicklungsplanung für eine nachhaltige Infrastruktur und gute Arbeit tritt alle Jahre wieder folgenlose befristete Projektförderung mit prekärer Beschäftigung.

Die Stärkung „guter Arbeit“ ist unser Ziel

Wir fordern, dass die allgemeine, politische und berufliche Erwachsenenbildung als Bürger*innenrecht und Pflichtaufgabe endlich anerkannt und in öffentlicher Verantwortung wahrgenommen und ausgebaut wird. Professionalität und Qualität in der Weiterbildung werden zwar zunehmend gefordert, aber nur selten durch angemessene Tarifverträge, Mindestlöhne und Honorarordnungen anerkannt und unterstützt.